DIY – Rezepte für Gesunde Pferdeleckerlies

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Herkömmliche Leckerlies enthalten häufig eine Menge Zucker (Melasse) und teilweise Konservierungsstoffe. In diesem Fall ist es besser darauf zu verzichten und lieber frische Möhren, Äpfel, Rote Beete oder z.B. getrocknete Hagebutten zu verfüttern. 
Leckerlies an sich sind durch ihre Größe sehr praktisch und lassen sich schnell als kleine Belohnung in die Tasche für später verstauen 💚 Darum haben wir dir einige gute Rezepte für gesunde Pferdeleckerlies zusammengestellt. Du findest folgende Sorten:

– Rote Beete Herzen
– Kräuter Leckerlies 
– Rote Beete Kugeln 

Die Zubereitung dauert nur wenige Minuten und im Handumdrehen hast du tolle Leckereien für dein Pferd gezaubert, wo du genau die Inhaltsstoffe weißt ✅

Allgemeine Infos

Zubereitung
Die Grundbasis der Leckerlies sind Haferflocken. Sie sind für das Pferd gut verdaulich und dienen hervorragend als “Teig”. Daneben benötigst du noch etwas Flüssigkeit, damit das ganze auch hält. Hierbei eignen sich optimal Wasser, Tee und ungesüßten Saft. Solltest du merken, dass der Teig zu instabil und flüssig ist, gib noch ein paar Haferflocken dazu, ist er zu trocken und rissig, füge noch etwas Flüssigkeit hinzu. Jeder Backofen funktioniert etwas unterschiedlich. Die Leckerlis sollten schön braun, aber nicht zu dunkel sein. Am Besten du schaust nach 30 Minuten mal rein, wie sie sich machen.

Lagerung
Nachdem die Leckerlis eine Stunden im Backofen verbracht haben, ist es wichtig sie anschließend nochmal für ein paar Stunden an der Luft trocknen zu lassen. Danach kannst du sie kühl und dunkel für ein paar Tage lagern.

Haltbarkeit
Je nach Inhaltsstoffe sind die Leckerlis (voraussgesetzt sie sind komplett getrocknet und es ist keine Restflüssigkeit mehr erhalten) für etwa 7 Tage lang haltbar. Wenn Obst oder Gemüse enthalten ist, solltest du sie innerhalb 3 Tagen aufbrauchen.


Rote Beete Kugeln

Zutaten:

  1. 250g Haferflocken
  2. 2 Esslöffel Honig
  3. 30g Sonnenblumenkerne
  4. 1-2 Knollen rote Beete
  5. heißes Wasser / ungesüßter rote Beete Saft

Zubereitung:

Schritt 1
Rote Beete raspeln und alle Zutaten zusammen mit dem Wasser / ungesüßten Saft nach und nach vermengen.

Schritt 2
Kleine Kugeln formen, fest zusammen pressen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Schritt 3
Bei 150°C (Ober- Unterhitze) für ca. 45-60 Minuten backen, anschließend gut auskühlen sowie trocknen lassen und frisch verfüttern.


Kräuterleckerlies

Zutaten:

  1. 200 Gramm Haferflocken
  2. 100 Gramm Amaranth
  3. 100 Gramm Kräuter nach Wahl (zum Beispiel Hustenkräuter)
  4. 2 Bananen
  5. 3 EL Zuckerrübensirup
  6. ca. 70ml Wasser

Zubereitung:

  1. Bananen zerdrücken und mit den restlichen Zutaten vermengen
  2. Zu kleinen Bällen formen und bei 180°C Umluft ca. 15 Minuten backen
  3. 2-3 Tage trocknen lassen und verfüttern

Hier eine Auswahl an Zutaten, die du in deine Pferdeleckerlies geben kannst:

  1. Brennnesseln: Brennnesseln kannst du zur Entgiftung und Entschlackung nutzen, sie sind außerdem reich an Mineralstoffen.
  2. Apfel: Mit den getrockneten Apfelstücken bietest du deinem Pferd ein leckeres süßes Extra im Futter
  3. Knoblauch: Knoblauch dient nicht nur der Abwehr von Insekten, sondern stärkt auch die Abwehrkräfte und Atemwege deines Pferdes.
  4. Ingwer: Ingwer stärkt die Atemwege und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel deines Pferdes aus.
  5. Getrocknete geschnittene Hagebutte (ohne Kern): Hagebutte bietet einen hohen Vitaminanteil und unterstützt dein Pferd insbesondere beim Fellwechsel.
  6. Frauenmantel: Frauenmantel hat vielseitige Eigenschaften, erleichtert aber vor allem bei Stuten die Rosse und unterstützt die Milchproduktion.
  7. Rosmarin: Rosmarin hilft bei Appetitlosigkeit und Verspannungen, du kannst es aber auch als Rosmarintee mithilfe von Wickeln gegen Verspannungen bei deinem Pferd einsetzen.
  8. Weißdorn: Weißdorn ist als das „Baldrian des Herzens“ bekannt und stärkt das Herz deines Pferde und fördert die Durchblutung. So hilft es insbesondere älteren Pferden und solchen, die unter Wetterumschwüngen leiden.
  9. Leinsamen: stärken da Immunsysytem, machen das Fell glänzend, regenerieren die Darmflora

Rote Beete Herzen mit Leinsamen und Hagebutten

Zutaten

  1. 2-3 mittlere rote Beete-Knollen (gewaschen, ungeschält und roh) für den Teig
  2. 30 g Leinsamen
  3. 200 g Haferflocken / alternativ Dinkelflocken
  4. 125 g Amaranth gepufft
  5. 70 g getrocknete Hagebutten
  6. ca. 120 ml rote Beete Saft (gekauft oder selbst gemacht)

Anleitung Teig

  1. Weiche den Leinsamen in ausreichend Wasser ca. 24 Stunden ein.
  2. Reibe die gewaschenen mittleren rohen rote Beete-Knollen samt Schale mit einem feinen Reibeisen.
  3. Die Hagebutten in der Küchenmaschine klein häckseln.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten. Der Teig sollte ziemlich fest sein.
  5. Ist der Teig zu „dünn“, dann bitte noch etwas gepufften Amaranth zugeben.
  6. Lasse den Teig etwas ruhen (er fühlt sich dann etwas trockener an).
  7. Forme kleine Kugeln. Die Größe der Kugeln passt du bitte an dein Backförmchen an.
  8. Lasse die Teigkugeln nochmals 10 Minuten ruhen.
  9. Lege ein Backblech mit Backpapier aus.
  10. Tauche ein Backförmchen (Herz, Kreis…) in Wasser und fülle es zur Hälfte mit dem Teig (schön festdrücken).
  11. Löse das Teigherz  auf dem Backblech vorsichtig aus der Form.
  12. Achte darauf, das die Teigherzen alle annähernd die gleiche Stärke haben.

Backanleitung

  1. Backofen auf 180 °C vorheizen und die Teigherzen 30 Minuten backen.
  2. Danach Backofen auf 150 °C herunter drehen und weitere 30 – 40 Minuten backen.
  3. Nun den Ofen auf ca. 80 °C herunter drehen und nochmals 1 Stunde backen.
  4. Öffne den Backofen hin und wieder, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  5. Die Backzeit hängt etwas von der Stärke (Dicke) der Leckerleins ab.

Die Leckerlie müssen komplett ausgehärtet sein, ehe du sie verfüttern kannst. Du kannst sie nach dem Backvorgang auch noch einige Zeit auf die Heizung legen, damit sie wirklich komplett hart sind.

Wir haben im Rezept selbstgemachten rote Beete Saft verwendet.

Anleitung Rote Beete Saft

  1. 4 Knollen rote Beete gewaschen, aber ungeschält vierteln und mit ausreichend Wasser weich kochen.
  2. Eventuell musst du hin und wieder etwas Wasser nachgießen.
  3. Die rote Beete aus dem Wasser entnehmen, wenn die Stücke bissfest sind.
  4. Das rote Beete Wasser abkühlen lassen und dann für das Rezept oben verwenden.
  5. Die gekochten rote Beete Stücke lassen sich nun leicht schälen und zu leckerem Salat für uns Menschen verarbeiten.

Hinweise zum Leinsamen

Leinsamen sind für Pferde (auch für Menschen) gesund. Sie enthalten einen besonders hohen Anteil an wertvollen Omega-3-Fett-Säuren, Eiweiß, Folsäure, Nicotinsäure, Pantothensäure, Selen, einige B-Vitamine und Vitamin E.

  1. Leinsamen hilft Entzündungen im Körper zu heilen.
  2. Leinsamen wirkt sich aufgrund seiner Quellstoffe positiv auf die Verdauung aus.
  3. Leinsamen wirkt unerstützend während des Fellwechsels.
  4. Leinsamen macht ein glänzendes Fell.

Es wird empfohlen, den Leinsamen vor der Verfütterung zu kochen. Während des Kochvorgangs gehen jedoch alle wertvollen Inhaltstoffe verloren. Um diese zu erhalten ist es ratsam, den Leinsamen 24 Stunden in ausreichend Wasser einzuweichen. Somit ist er für die Pferde besser verdaulich. Leinsamen sollte nicht am Abend verfüttert werden, da er dem Pferd über Nacht „schwer“ im Magen liegen kann.

Hinweise zur roten Beete

Bei der Herstellung unseres rote Beete Saftes durch Kochen der Knollen gehen natürlich wertvolle Inhaltsstoffe der gesunden Knolle verloren. Daher haben wir im Rezept 2 unkekochte Knollen geraspelt hinzugefügt.

Rote Beete ist für Pferde (auch für Menschen) besonders gesund. Sie enthält:

  1. Vitamin C, B1, B2 und B6
  2. Folsäure
  3. Niacin
  4. Provitamin A
  5. Mineralstoffe: Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Selen, Kalium
  6. Ballaststoffe
  7. Eiweis
  8. Betanin

Rote Beete ist blutbildend und fördert den Stoffwechsel. Die „rote Wunderknolle“ wirkt positiv auf Haut, Fell, Hufe, das Bindegewebe und die Nerven des Pferdes. Außerdem stärkt sie das Imunsystem und ist gut für Pferde mit Exemen, Herz-Kreislauf- und / oder Nierenproblemen.

Bitte beachtet, das die rote Beete Flecken an den Händen und der Kleidung macht, die schlecht zu entfernen sind.