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Es folgen 5 Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Reitsport, die jeder leicht umsetzen kann

1. Nachfüllbare oder wiederverwendbare Behälter

Ob beim Huföl, Mähnenspray, Putzbürsten oder Pferdefutter. Achte auf eine möglichst plastikfreie Verpackung (zum Beispiel bei Leckerlies) oder verwende wiederverwendbare bzw. widerauffüllbare Behälter. Besonders beim Mähnenspray und beim Pferdefutter gibt es bereits einige Produkte und Marken auf dem Markt, die dies umsetzen. Bei Putzbürsten kannst du auf Naturborsten statt Kunstoff zurückgreifen, diese sehen meistens sogar richtig schick und hochwertig aus.

2. Unverpackt oder 2 mal nutzen

Gemüse und Obst für die liebsten Vierbeiner sollte am Besten in größeren Mengen beim Händler gekauft werden. Dort kann man das Saftfutter unverpackt erhalten. Plastiktüten oder auch Mähnengummis lassen sich häufig ein zweites Mal verwenden. Schmeiße sie nicht gleich weg, auch wenn es für Dich nur ein sehr kleines Zeichen scheinen mag. Außerdem solltest du Firmen unterstützen, die auf Plastikverpackungen verzichten, auch zum Beispiel auf die dünnen Plastikfolien in Paketen. Denn trotz der medialen Präsenz von Verpackungsmüll steigt die Menge jährlich drastisch an. Ein Unternehmen, was beispielsweise komplett plastikfrei verpacken, ist Estrelle Equestrian.

3. Nicht alle Innovationen sind wirklich nachhaltig

Vor allem Leder wurde häufiger in der letzten Zeit kritisiert und große Firmen versuchen besonders nachhaltig und tierfreundlich mit Lederimitaten wie Biothane zu werben (besonders bei Trensen und Halftern). Biothane ist in Wirklichkeit in Punkto Abbaubarkeit nicht besser als Plastik. Um wirklich etwas für die Umwelt und das Tierwohl zu tun, kaufe nur Pferdeequipement aus hochwertigem Leder, und nur das, was du auch wirklich gebrauchst. Bei guter Pflege hält Leder sehr lange.

4. Wasser einsparen

Sei es bei dem Einkauf von Kleidung (einen Interessanten Artikel zu ressourcenschonenden Materialien findest du hier), beim Waschen von Reitbekleidung und Pferdeequipement oder im Stall, du kannst eine Menge Wasser einsparen bzw. sinnvoll weiterverwenden.

Achte auf nachhaltige, wassereinsparende Materialen bei deiner Bekleidung beispielsweise Modal, Lyocell oder recycelte Biobaumwolle. Wasche deine Sachen bzw. Schabracken und Decken nicht unnötig oft und sammle vorher erst einige Sachen, damit es sich lohnt, die Waschmaschine anzustellen. Trockne deine Sachen lieber an einer ‚altmodischen‘ Wäscheleine anstatt im Trockner. Dies spart nicht nur zusätzlich Strom ein, sondern schont auch die Kleidung.

Auch im Stall kannst du leicht Wasser weiterverwenden. Spülst du beispielsweise deinen Futtereimer aus, kannst du das Wasser lieber auf ein Stück rasen gießen statt in den Abfluss, sodass das Wasser wieder ins Grundwasser sickern kann (Wichtig: achte darauf das keine Medikamente in dem Futter enthalten waren).

5. Weniger ist mehr

Es muss nicht immer eine neue Schabracke oder ein komplett neues Set sein, weil es die aktuelle Kollektion ist. Setze auf schöne, zeitlose Trends und kaufe nur Produkte ein, die dir wirklich gefallen. Zum ‚Schrankhüten‘ sind die Sachen eh zu schade.

Häufig denkt man, was ’nur‘ eine neue Schabracke oder ’nur‘ ein neues Shirt viel mit der Umwelt zu tun hat. Man sollte dabei bedenken, dass ein einfaches Baumwoll-Tshirt zwischen 11.000-23.000 Liter an Wasser benötigt.

Falls du doch mal ein neues Outfit möchtest, kannst du auf Secondhand Plattformen vorbeischauen. Dort gibt es häufig wirklich tolle Sachen. Eventuell kannst du dein altes Set tauschen oder selber weiterverkaufen, sodass sich jemand anderes dran erfreuen kann. Eine tolle, neue Plattform bietet dafür Equestrian Deal.